Über uns

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Das Thurnauer Schloss am nördlichen Rand der Fränkischen Schweiz ist eine der bedeutendsten Schlossanlagen in Franken. Immer am zweiten Adventswochenende erfüllt der Weihnachts- töpfermarkt die jahrhundertealten Sandsteinhöfe des Schlosses mit vorweihnachtlichem Leben. Der Weihnachtstöpfermarkt im Schloss Thurnau ist ein Spezialmarkt. Ausschließlich für keramische Erzeugnisse ausgerichtet zeigt er handwerklichen Anspruch und künstlerisches Niveau und bietet von hochwertiger Gebrauchskeramik bis zum wertvollen Einzelstück, vom Rakubrand bis Porzellan, von Salzglasur bis Aschebrand die ganze Vielfalt des in Mitteleuropa tradierten keramischen Schaffens an.




Marktaktuell

Der 28. Weihnachtstöpfermarkt im Schloss Thurnau findet vom 08.-10.12.2017 statt.




Öffnungszeiten:Freitag, 08.12.2017, 11.00 Uhr-19.00 Uhr
Samstag, 09.12.2017, 11.00 Uhr-19.00 Uhr
Sonntag, 10.12.2017, 11.00 Uhr-18.00 Uhr

55 internationale Meisterbetriebe bieten auf dem Brandplatz, im oberen Hof und im unteren Hof des Thurnauer Schlosses die ganze Vielfalt des in Mitteleuropa tradierten keramischen Schaffens an.

Besondere Aufmerksamkeit verdient im ehemaligen Pferdestall des Schlosses die Ausstellung des Thurnauer Holzbrandes: Die "Holzbrenner" des Weihnachtstöpfermarktes schüren zum 3. Mal im Oktober vor dem Markt mit einigen Ster Holz rund um die Uhr den Thurnauer Holzbrennofen auf 1250 Grad Steinzeugtemperatur. Die Ergebnisse lassen sich sehen!

Das 1 Euro Keramiklos der alljährlichen Lostombola kommt wie immer dem Förderverein des Töpfermuseums Thurnau zugute. Der Förderverein bezuschusst derzeit zugunsten des Töpfermuseums die energetische Sanierung des denkmalgeschützten Renaissancegebäudes, das dem Museum seinen Raum gibt.

Für leibliches Wohl ist in den Schlosshöfen aus lokaler nichtindustrieller Produktion gesorgt: Original Thurnauer Bratwürste im Brötchen, Kamm vom Grill mit Schlappkraut oder nicht, Fränkische Tomatensuppe, Ofenkartoffel mit Zwiebalaskäs, frisch gebackene Waffeln, Lebkuchen von der Oma (kein Witz!) und selbstrezeptierter Glühwein.

Kompetente Kinderbetreuung gibt es samstags und sonntags ab 11.00 Uhr zu einem geringen Unkostenbeitrag.




Marktkonzept

Das Konzept des Marktes ist konsequent:




55 teilnehmende keramische Meisterbetriebe und sonst nichts




keine Hobbytöpfer

kein anderweitiges Kunsthandwerk

kein inflationär austauschbarer Weihnachtsmarkt

keine Gummibärchen, kein Karussell, keine Plastiklichterschlangen, kein Animationsnikolaus, kein Weihnachtsliedergedudel aus der Konserve

kein Eintritt




Stattdessen:




die 55 internationalen Meisterbetriebe

die Würde des Thurnauer Schlosses

die absichtliche Stille

der freie Eintritt




Marktgeschichte

Die Geschichte des Marktes ist nicht so einfach:




Als der Weihnachtstöpfermarkt im Schloss Thurnau 1990 von Marianne und Roger Le Dieu von der Töpferei am Museum ins Leben gerufen wurde, hatte er zunächst einen schweren Stand. Das Thurnauer Schloss war Bauruine, die Situation für Aussteller und Besucher anfangs infrastrukturell desaströs: Strom, Wasser, Toiletten? Dazu kam, dass der Markt im Töpferort Thurnau mit seinen damals 6 aktiven Töpfereien zunächst als Konkurrenz von außen sehr kritisch gesehen wurde. Trotzdem war der Markt von Anfang an ein internationaler Töpfermarkt. Die ersten 13 Betriebe kamen aus Thurnau, ganz Deutschland, und damals schon aus Ungarn, Frankreich und den Niederlanden.

Seit 2002 liegen die Organisation und Veranstaltung des Weihnachtstöpfermarktes im Schloss Thurnau in den Händen von Andrea und Jörg Labuhn. Wegen der schrittweisen und gleichzeitig aufwändigen Sanierung des Thurnauer Schlosses durch die Gräflich Giech'sche Spitalstiftung sah sich der Weihnachtstöpfermarkt jahrelang ganz erheblicher, manchmal unmöglich scheinender Improvisationen ausgesetzt. Trotzdem gelang die Marktabhaltung mit unterschiedlichen Einschränkungen jedes Jahr. Die Zahl der teilnehmenden Töpferbetriebe stieg in dem Maße, wie die Bekanntheit des Marktes und seine Besucherzahlen zunahmen und es der Sanierungsfortschritt der Höfe des Thurnauer Schlosses zuließ. Mittlerweile bieten die 3 Höfe von Schloss Thurnau 55 Keramikbetrieben Ausstellungsraum.

Dank seines von Anfang an konsequent verfolgten Marktkonzepts der Keramik und des sonst Nichts ist der Töpfermarkt im Schloss Thurnau zu einem Publikumsmagneten mit geschätzten 35.000 Besuchern alljährlich am 2. Adventswochende geworden. Eine Felduntersuchung des Lehrstuhls für Europäische Ethnologie der Universität Bamberg aus dem Jahr 2007 bescheinigt dem Weihnachtstöpfermarkt im Schloss Thurnau hinsichtlich der Besucherzahlen, des Umsatzes und seiner Organisation unter allen in Deutschland veranstalteten Töpfer- und Keramikmärkten einen der ganz vorderen Plätze. Ein am Markt 2014 teilnehmender Töpfer formulierte prägnant: "In der ersten Liga ganz oben".